Ein Zukunftsprojekt mit realistischem Hintergrund G E M E I N S A M E S W O H N E N im B O R G O S U C I N E T A Comune di Seggiano / Grosseto

Die Idee vom “Gemeinschaftlichen Wohnen” oder die Wohngemeinschaft ist, nach den praktischen Versuchen meist im studentischen Umfeld der 60er Jahre, eine wieder entdeckte und nach wie vor attraktive Möglichkeit, mit anderen Menschen ausserhalb des traditionellen Familienverbandes zusammen zu leben. Gesellschaftliche Veränderungen und Umbrüche lassen bei vielen Menschen die Frage aufkommen , ob und wie eine andere Form des gemeinsamen bzw. Gemeinschaftlichen Wohnens möglich ist.
Zu diesem Thema ist in den letzten Jahren schon viel geschrieben und diskutiert worden. Wenn es vor über 30 Jahren erst eher wenige Menschen gab, die ernsthaft an ein solches Projekt glaubten, so existiert heute eine gewachsene Interessengruppe , die sich gezielt mit dem Gedanken einer praktischen Umsetzung von Leben und Wohnen mit Anderen zusammen befasst. Die Motive dafür können unterschiedlich sein, oft sind es auch gewisse “Ängste”, sich nicht im Alter einer unwürdigen Pflege in Heimen aussetzen zu müssen. Die klassische Variante einer Betreuung durch die Familie (meist sind es die Kinder) kann aus verschiedenen Gründen immer seltener von Familienmitgliedern ausgeübt werden. Es gibt also viele Gründe, sich frühzeitig mit der Planung des 2. und 3. Lebensabschnitts auseinander zu setzen.

Wenn der Unterzeichner hier ein konkretes Angebot macht, liegt es vor allem daran, dass er nach Jahren der Überlegungen zum Thema Gemeinschaftliches Wohnen mit Menschen einer – dies wäre allerdings die Voraussetzung - humanistischen, liberalen und weltoffenen Einstellung, nun auch ein dafür geeignetes Objekt gefunden hat . Die ersten baulichen Maßnahmen sind eingeleitet - von der örtlichen Behörde genehmigt – und für die Details im großen wie im kleinen können Interessierte ihre persönlichen Vorstellungen und Wünsche zum gesamten Projekt noch einbringen.
Als Herausforderung ist zunächst der besondere Standort des Objekts zu betrachten. Denn wer sich bereits mit Gemeinschaftlichem Wohnen befasst und auseinander gesetzt hat, wird vielleicht ein Problem damit haben, seine neue Heimat nicht in Berlin, Hamburg, Köln, Dresden (…) zu finden, sondern in Italien, in den toskanischen Bergen!
Es könnten sicherlich einige Argumente gegen diesen Standort angeführt werden, je nach Sichtweise des Fragenden. Es gibt aber auch vernünftige und überlegenswerte Argumente, welche für den besonderen Standort des BORGO SUCINETA in der Gemeinde Seggiano, und außerhalb des Hauptortes gelegen, sprechen.
Diese kleine Ansiedlung (mehr als tausendjähriges Bestehen) mit fünf vorhandenen älteren Gebaeuden, restauriert und teils bewohnt, strahlt gerade aufgrund ihrer Abgeschiedenheit gleichzeitig Ruhe und Geborgenheit aus. Das Basishaus, welches gerade zu drei Wohnungen ausgebaut wird, bietet die bauliche Voraussetzung zur Umsetzung des geplanten Projekts “GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN”.

Das der Gemeinde vorgelegte (und genehmigte) Projekt umfasst etwa 1.000 m² bebaute Fläche auf einem Grund von ungefähr 3.500 m²: aufgeteilt in 6 kleine “Gästehäuser” für je 2 – 6 Personen sowie ein Gemeinschaftshaus mit Seminarraum, Büro, Küche, Werkstatt, Atelier etc. Die Planung sieht großzügige Räume und Flächen vor, bietet jedoch auch genügend private Rückzugsmöglichkeiten.
In dieser Anfangsphase gibt es noch keine festgelegten Statuten oder Bedingungen, doch müsste sich bald eine erste kleine Gruppe bilden, die sich über eine notwendige Handlungsorientierung Gedanken macht und sie potentiellen Mitbewohnern als “Philosophie der Gruppe” anbietet.
Welche Vorstellungen bestehen über Aktivitäten zur Ausübung des Berufs (Freiberufler, Künstler, Handwerker… ); welche Hobbys oder allgemeine Aktivitäten können von Rentnern umgesetzt werden; Wenn eine sprachliche, kulturelle Integration gewünscht wird, kann sie auch vor Ort umgesetzt werden; kann eine medizinische Betreuung im allgemeinen und im besonderen verwirklicht werden. Andere aufkommende Fragen, wie finanzielle Beteiligung, Anmieten / Vermieten oder Ähnliches, werden gerne persönlich beantwortet.
Der Unterzeichner und Ideengeber dieses Projekts lebt seit 1985 in Italien, davon 25 Jahre in Seggiano, und seit 1999 mit Sibylle Sander. Wir betreuen und verwalten Ferienhäuser, restaurieren alte Wohnungen, betreiben biologischen Olivenanbau. Nebenbei züchten wir die „Amiatini”–Esel.

Seggiano im Januar 2012 Mit freundlichen Grüßen Gunter Heinemann
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